Zu Besuch beim Nordkapfahrer

Mitte dieser Woche war ich zu Besuch bei einem Bekannten, der Sammler von MAN-Traktoren ist. Er wohnt bei uns in Lennestadt. Als pensionierter Lehrer hat er alle Zeit, sich ausgiebig mit seinem Hobby zu beschäftigen. Angefangen hat er mit zwei Fahr-Modellen, einem 133 und einem F22, die er beide selber restauriert hat. Sie strahlen in der Werkstatt im schönsten rot.

Als die Garage meines Bekannten zu klein wurde, suchte er nach einer neuen Bleibe. Seine Mutter wohnte im Nebenhaus, in dem im Untergeschoss eine kleine Schreinerwerkstatt untergebracht war. Dort stellte eine Familie aus dem Erzgebirge Weihnachtspyramiden, und sonstigen filigranen Holzschmuck her. In dem Moment, als mein Bekannter ein neues zuhause für seine Schlepper suchte, zog der Holzschnitzer aus. Nun konnte der Traktorfreund eine ca. 150 m² große Werkstatt beziehen.

Da jetzt genug Platz zur Verfügung stand, wurde die Sammlung schnell größer. Zunächst kam ein MAN 4R3 ins Haus, dann noch ein 4N2 und ein 4P1 dazu. Alle wurden perfekt restauriert. Hier mal ein paar Bilder.

MAN 4R3

Daneben veränderte mein Bekannter auch die Getriebeübersetzung der Schlepper, sodass er jetzt bis 27km/h schnell fahren konnte. Damit war der Weg frei für größere Ausfahrten, ohne gleich zum Verkehrshindernis zu werden.

Motor-MAN

Die Krönung dieser Ausfahrten war ein Tour zum Nordkap, immerhin 6.500 km hin und zurück. Im Jahr 2015 war es dann soweit. Mein Bekannter fuhr mit einem Freund, der einen Güldner G40A besitzt, unter großem Medieninteresse von Lennestadt aus mit seinem 4R3 los. Die Tour wurde täglich im Internet über einen eigens dafür eingerichteten Blog kommentiert. Nach 3 Wochen Fahrt und ohne nennenswerte Zwischenfälle war das Ziel erreicht.

Hier der Link zum Internet-Blog: https://hubhufna.wordpress.com/2015/annual-report/

Nach der Rückkehr gab es natürlich viel zu berichten. Alles in allem also ein einzigartiges Erlebnis.

Neben seinen Schrauberqualitäten kann mein Bekannter aber noch ganz gut lackieren. Er erklärte sich auch bereit, die Kotflügel von meinem MF 135 neu zu lackieren. Die Vorarbeiten hatte ich alle schon selbst gemacht, die Kotflügel waren bereits grundiert und geschliffen. Als Farbton habe ich Massey Ferguson Superrot von Sparex genommen, eine Farbe, die ich auch in meinem Shop habe.

Zurzeit befinden sich die Kotflügel noch in der „Lackiererei“, daher habe ich auch noch keine Fotos. Sobald alles fertig ist, berichte ich über das Ergebnis in meinem nächsten Beitrag.

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