Ersatzteilbeschaffung für den Schlüter

Nach dem der Schlüter zerlegt war, wie ich meinem Post vom 01.04.2016 berichtet habe, ging es nun an die Beschaffung der Ersatzteile. Bei Schlüter gibt’s leider kein komplettes Ersatzteilhandbuch für jedes Modell, sondern nur, ähnlich wie bei Deutz, Listen der einzelnen Baugruppen.

Da die Schlüter aber nur in geringen Stückzahlen gebaut wurden, war es schwierig, die entsprechenden Listen zu bekommen. Abhilfe konnte hier Thomas Peitz vom Schlüter-Archiv schaffen, der in Schmallenberg, also ganz bei uns in der Nähe, wohnt. Ich habe mich also mit Thomas getroffen und anhand seiner umfangreichen Sammlung auch die Skizzen und Ersatzteilnummern gefunden.

Dann habe ich meine umfangreichen handschriftlichen Notizen erstmal in eine Tabelle übertragen, wodurch dann nach und nach eine Dokumentation der beschafften Ersatzteile entstehen soll.

Über meinen Shop Traktor-Ersatzteile24.de habe ich dann meine Zulieferer angefragt, ob die benötigten Teile anhand der Original-Ersatzteilnummern zu bekommen sind. Schnell musste ich jedoch feststellen, dass das nicht möglich war. Entweder hatten sich die Nummern zwischenzeitlich geändert oder man konnte mit den Schlüter-Nummern nichts anfangen.

Blieb also nur, die großen Schlüter Spezialisten anzufragen. Die erste Adresse ist dabei sicherlich die Fa. Egelseer in Nürnberg. Die haben nämlich das Ersatzteillager der Fa. LTS in Schönebeck, der Nachfolgerfirma der Fa. Schlüter in Freising, übernommen. Im Ersatzteillager in Aufkirchen verfügt man über ca. 13.000 Positionen.

Meine Anfrage wurde dort zügig beantwortet, allerdings kam man überraschenderweise auch dort nicht mit den Originalnummern zurecht. Nach kurzer telefonischer Beratung konnten aber doch fast alle Teile geliefert werden. Lediglich bei der Doppelkupplung bin ich mit Egelseer nicht übereingekommen. Dort bietet man nämlich nur den kompletten Kupplungsautomaten an, ich benötigte aber nur die Mitnehmerscheibe. Die konnte ich dann aber im Internet bei einem anderen Anbieter einzeln kaufen.

Was die Preise angeht war ich ja schon durch diverse Projekte einiges gewohnt. Die Schlüter-Teile sind jedoch wirklich teuer. So wird für die Ausgleichsscheibe der Kurbelwelle vorne die stolze Summe von fast 1.100,00 € verlangt. Ähnlich teuer sind Zahnräder und Synchronringe für’s Getriebe. Schlüter war eben immer schon etwas besonderes.

Der erste Schritt war also getan, die Restaurierungsarbeiten konnten weitergehen. Bin mal gespannt, was als nächstes kommt.

 

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